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Steuern rauf und basta. Dies ist ein beliebtes sozialdemokratisches Rezept, wenn es darum geht, finanzielle Schieflagen bei den Staatsfinanzen zu begradigen. Was das für die Wirtschaft bedeutet, scheint den Genossen meist egal. Schulden und Defizite werden einfach sozialisiert, sprich in voller Bandbreite auf die Steuerzahler abgewälzt.

Geradezu weltmeisterlich legen sich bei dieser besonderen Art der Krisenbewältigung Frankreichs Sozialisten an. So stieg die fiskalische Belastung  von Privathaushalten und Unternehmen  2012 in unserem Nachbarland um satte 22 Milliarden Euro. 2013 kamen  24 Milliarden Euro hinzu und für 2014 ist nochmals ein Plus von sechs Milliarden Euro eingeplant. Der volkswirtschaftliche Schaden ist enorm. Das rief nun nicht zuletzt die EU-Kommission auf den Plan. Der zuständige Mann in Brüssel, Kommissions-Vize Olli Rehn, warnte am Sonntag  in einem Zeitungsinterview vor einer „fatalen Entwicklung“. Der „Schicksalspunkt“ sei erreicht.

Die Steuerfrage. Hoffentlich wird auch sie ein Wahlkampfthema in Luxemburg. Und hoffentlich sagen dann auch die selbst ernannten Erneuerer, was sie wollen. Darauf haben die Wähler ein Recht. Denn sie sollten wissen, wer mit mehr Steuern Beschäftigung und Wachstum bremsen wird. – Französische Verhältnisse braucht Luxemburg nicht!

Ein Kommentar zu “Die Bremser

  1. Herr Glesener, ich wage zu behaupten, dass die von Ihnen, in Ihren doch etwas zu verallgemeinerten Aussagen, vorgeführten Sozialisten Frankreichs nur das ernten, was die vorherigen Regierung(en) der UMP, vor allem jene Sarkozys gesät haben… Natürlich soll dies kein „Persilschein“ für die aktuelle Regierung sein, den französischen Staatshaushalt in einen gesunden Ausgleich zu bringen. Denken Sie mal darüber nach…

    Dass die Steuerfrage ein Wahlkampfthema wird, würde ich ebenfalls sehr begrüßen, wie ich mir ebenfalls erhoffe, dass die CSV auch sagen wird „was sie will“ und wie sie die, mit ihrer bisherigen, munter betriebenen Gieskannenpolitik, eingeführten Vergütungen etc. weiterhin finanzieren will.
    Dass das luxemburgische Wachstum und die Beschäftigung allein durch nationale Steuerpolitik gebremst wird, wage ich zu bezweifeln.
    Ich hoffe, dass auch Sie bemerkt haben, dass eine Steuerreform wie sie die „Erneuerer“ fordern, längst überfällig ist. Eine unsolidarischere und kurzssichtigere Steuerpolitik, wie sie unter der scheidenden Regierung und ihren Vorgängerinnen betrieben wurde, gibt es nicht… Das mal jemand auf die Bremse tritt, und das drehen der Wachstumsspirale etwas entschleunigt, wäre gar nicht mal so schlecht… In diesem Sinne sollten wir uns fragen, ob ob und welches Wachstum wir eigentlich wollen. Auf Teufel komm raus, auf Kosten unserer Umwelt und der Zukunft unserer Kinder und Enkel???
    Herr Glesener, nichts hindert Sie daran, Ihre Blogeinträge etwas ausführlicher zu gestalten und weniger zu pauschalisieren…

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